Was ist das?
Borreliose ist eine Erkrankung die beim Pferd mehr und mehr diagnostiziert wird. Die Ursache von Borreliose ist das Bakterium „Borrelia burgdorferi“. Diese werden über den Speichel der Zecken übertragen.

Symptome:
Die klinischen Symptome sind so unterschiedlich wie es verschiedene Muster auf Omas Häkeldecke gibt. Jede Oma häkelt ein anderes Muster, genauso zeigt auch fast jedes Pferd andere Symptome nach einer Infektion mit Borrelien. Die Krankheit auf bestimmte Symptome festzulegen ist schwer, denn es hängt auch davon ab, wie lange die Bakterien schon im Körper vorhanden sind. Jedoch versuchen wir einige der wichtigsten Symptome aufzuführen: In der akuten Phase bildet sich eine Hautschwellung um die Einstichstelle von etwa 3-4 cm, das Pferd hat Fieber, ist schlapp und frisst schlecht. In diesem Stadium befinden sich die Bakterien im Blut. Nach längerer Zeit verteilen sich diese im ganzen Körper in verschiedene Organe und können somit Schwellungen in den Gelenken, Muskelsteifheit und Abmagerung hervorrufen. In eine weit fortgeschrittene Phase können neurologische Probleme auftreten, wie schwankender Gang oder völliger Apathie.

Diagnostik:
Mit einer Blutuntersuchung kann getestet werden, ob das Abwehrsystem des Pferdes Antikörper gegen „Borrelia burgdorferi“ entwickelt hat. Das alleine beweist aber noch nicht, dass das Pferd unter der Borreliose leidet. Denn viele Pferde haben bereits Antikörper im Blut. Wird dieses akute Stadium nicht erkannt, lagern sich die Bakterien im Körpergewebe ein und können dort über längere Zeit inaktiv verbleiben. In diesem Stadium macht es wenig Sinn eine Behandlung mit Antibiotika zu starten. Um die Aktivität (Wachstum) der Bakterien heraus zu finden, wird eine Hautprobe entnommen. Dies ist kein großer Eingriff, wobei das Pferd an der betroffenen Stelle örtlich betäubt wird.

Behandlung:
In der aktiven Phase (Hautschwellung) oder in eine spätere Phase, wo im Labor aktive Bakterien nachgewiesen werden, kann mit der Antibiotikabehandlung begonnen werden. Wichtig ist, dass so früh wie möglich mit der Therapie angefangen wird, nur dann besteht eine gute Chance auf Heilung.

Vorbeugung:
Kontrollieren Sie Ihr Pferd auf Zecken! Entfernen Sie diese so schnell wie möglich. Allerdings, nicht jede Zecke trägt dieses Bakterium in sich und nicht alle Pferde zeigen nach einem infizierten Zeckenbiss klinische Symptome. Daher ist es erfreulich, dass uns nun seit kurzen ein Impfstoff zur Verfügung steht. Wir möchten gerne mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch die Möglichkeiten besprechen, um auch Ihr Pferd gegen Borreliose zu schützen.