Ansteckende Blutarmut der Einhufer

Was Sie wissen müssen!

Seit Mitte des Jahres 2017 fällt unter den Pferde- und Tierliebhabern immer wieder der Begriff „Equine Infektiöse Anämie (EIA)“. Während die einen diese – ausschließlich Einhufer betreffende Krankheit – als unwahrscheinliche Seltenheit abtun, geraten andere in große Sorge. Als Tierärzte und Pferdeliebhaber sehen wir es als unsere Pflicht an, Sie an dieser Stelle sachlich mit den wichtigsten Fakten zur „Ansteckende Blutarmut“, wie die EIA übersetzt heißt, vertraut zu machen.

Tatsächlich kam die Krankheit in Deutschland viele Jahre gar nicht mehr vor. Seit einigen Monaten gibt es in verschiedenen Bundesländern (u.a. in NRW und auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf) einige bestätigte Fälle dieser, durch ein Virus hervorgerufenen Tierseuche. Verbreitet wird die EIA hauptsächlich über Blut. Damit werden Mücken und andere Stechinsekten zu den gefährlichsten Überträgern. Einmal infizierte Tiere sind lebenslang Träger des Virus. Es ist in der Lage seine Oberflächenstruktur so geschickt und rapide zu verändern, dass es nicht vernichtet werden kann. Die Krankheit ist also unheilbar. Die einzige wirksame Methode zur Bekämpfung der EIA liegt deshalb in der Regel leider darin, betroffene Tiere zu töten, was für jeden Pferdeliebhaber natürlich eine niederschmetternde Diagnose ist.

Mögliche Symptome:

  • Muskelschwäche
  • hohes Fieber
  • leichte Blutungen an der Zungenunterseite und des Enddarms sein.
  • Abmagerung
  • Müdigkeit
  • Leistungsabfall
  • Blutarmut.

Am häufigsten jedoch trägt das Pferd das Virus ohne irgendwelche Symptome zu zeigen – und ist dennoch eine stetige Gefahr für andere gesunde Tiere.

Ihre Ängste und Sorgen in Zusammenhang mit dieser Krankheit können wir sehr gut verstehen! Dennoch möchten wir sie bitten, sich beim geringsten Verdacht an uns oder einen anderen Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden. Mit einem Bluttest können wir sehr schnell eine zweifelsfreie Diagnose stellen. Über weitere Maßnahmen entscheidet im Falle einer Ansteckung der Amtstierarzt.

Haben Sie noch Fragen? Wir sind gerne für Sie da!